Schnitt mit dem Küchenmesser Dada durch die letzte Weimarer Bierbauch-Kulturepoche Deutschlands (1919/1920)

Die deutsche Collagekünstlerin des Dadaismus Hannah Höch (eigentlich Johanna Höch) wurde am 1.11.1889 in Gotha als Tochter einer Hobbymalerin und eines Angestellten einer Versicherung geboren.
Um sich um ihre Geschwister kümmern zu können, musste sie im Alter von 15 Jahren ihre Schulausbildung abbrechen.
Diese nahm sie 1912 im Alter von 23 Jahren wieder auf und immatrikullierte an der Kunstgewerbeschule in Berlin. Gleichzeitig tauchte Sie damit in die brodelnde Berliner Kunstszene des frühen 20. Jahrhunderts ein.
Kurz nach Ausbruch des 1. Weltkrieges wurde sie 1915 Schülerin von Emil Orlik am Kunstgewerbemuseum in Berlin.
Dort lernte sie den "Dadasophen" Raoul Hausmann kennen, wurde seine Geliebte und entwickelte zusammen mit ihm stilistisch die Fotomontage. Über Hausmann lernte sie auch 1917 den dadaistischen Zirkel Berlins kennen, wirkte ab 1920 bei den jährlichen Ausstellungen der "Novembergruppe" mit und pflegte engen Kontakt mit den Dadaisten in Prag.
Gemeinsam mit Hausmann entdeckt sie die Fotocollage als Ausdrucksmittel von Anti Kunst und Anti Konvention.
Mit ihrem Meisterwerk "Schnitt mit dem Küchenmesser Dada durch die letzte Weimarer Bierbauch-Kulturepoche Deutschlands" ist sie als einzige Frau auf der "Ersten internationalen Berliner Dada-Messe" 1920 beteiligt.
In dieser Collage zerlegt sie haarscharf Politiker, Generäle und Wilhelm II. in lauter Schnipsel, verbindet sie mit Dadaisten, dem Filmstar Asta Nielsen und mit Albert Einstein. Durch Dimensionsverschiebungen und Konfrontationen vertauscht sie Hierarchien und Wertungen.
Hannah Höch starb am 31.5.1978 in Berlin.
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